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Meldung vom 17.06.2019


"Arichtektur Macht Schule" - Schüler stellen Projektergebnisse vor

Am 13.06.2019 trafen sich rund 180 Schülerinnen und Schüler in der Alten Baumwolle der Stadt Flöha, um ihre Projektergebnisse im Rahmen von „Architektur macht Schule" der Öffentlichkeit zu präsentieren. Im Schuljahr 2018/19 haben sich insgesamt zehn Schulen aus fünf LEADER-Regionen beteiligt. Fachlich unterstützt und angeleitet wurden sie dabei von Architekten.

 

Auch im zweiten Jahr des von der Stiftung Sächsischer Architekten betreuten Projektes haben die Ergebnisse der Schüler fasziniert.

Einige der vorgestellten Ideen haben bereits eine praktische Umsetzung erfahren. So wurde von der Internationalen Oberschule Meerane nach intensiver Beschäftigung mit dem Lehmbau ein Lehmbackofen gebaut. Die Schüler des Samuel-von-Pufendorf-Gymnasiums aus Flöha haben die Bushaltestelle an der Schule in Zusammenarbeit mit Künstlern neugestaltet. Auch die Oberschule am Steegenwald in Lugau haben sich mit einem Buswartehäuschen beschäftigt. Da hier noch eins fehlt, wurden in gemeinsamer Arbeit ein Bushaltestellenhäuschen entworfen und Modelle gebaut. Im nächsten Schritt soll es nun in den Stadtrat gehen, um das "Bushäusl" zu realisieren.

Viel Spaß hatten die Schüler des Christoph-Graupner-Gymnasiums in Kirchberg. Sie haben ihr Bank-Thema aus dem Vorjahr weiterentwickelt und einen geeigneten Standort für ihre Yin-Yang-Bank für Jung und Alt gefunden. Jetzt geht es auch hier darum, daraus eine echte Bank werden zu lassen.

 

Die Beschäftigung mit leerstehenden Objekten und der Nachnutzungsmöglichkeiten war ein Thema, welchem sich gleich drei Schulen gewidmet haben. So wurden für das ehemalige Schocken-Kaufhaus von Schülern des Julius-Motteler-Gymnasiums Crimmitschau Ideen für ein multikulturell nutzbares Gebäude mit Dachterrasse zum Chillen entwickelt. Die Oberschule Neukirchen beschäftigte sich mit der Herrenmühle und hat sich das Mühlenthema auf Exkursionen erschlossen. Entstanden sind neue Nutzungsideen, die in künstlerische Collagen und Motiven aufgearbeitet wurden. Das ehemalige Scala-Kino im Ort hat die Evangelische Oberschule Burkhardtsdorf beschäftigt. Aufgrund des Bauzustandes und der Lage im Hochwassergebiet haben sich die Schüler entschieden, stattdessen an dieser Stelle neue Spielflächen anzulegen.

 

Marienberg verfügt über einen riesigen Marktplatz, der wenig belebt und räumlich schwer erfahrbar ist. Deshalb haben sich die Schüler der Heinrich-von-Trebra-Oberschule mit dem Platz auseinandergesetzt und Ihre Ideen für einen lebendigen Platz mit mehr Aufenthaltsqualität und Nutzungsmöglichkeiten für die Jugend entwickelt. Die Pestalozzi-Oberschule in Limbach-Oberfrohna hat sich zum Ziel gesetzt, das Schulgelände umzugestalten. Hier ist wenig Platz und es fehlt an vielen Dingen gewünscht wird hier neben ruhigen Bereichen auch Kommunikationspunkte Raum für Aktivitäten zu schaffen.

 

An den Vorschlägen beider Schulen wird deutlich, dass teils große Defizite im Freiraum insbesondere für Jugendliche bestehen und sich eine Beschäftigung mit dieser Situation gemeinsam mit Jugendlichen und Vertretern der Kommunen lohnt.

 

Beteiligte Schulen am Kooperationsprojekt:

  •  Internationale Oberschule Meerane
  •  Pestalozzi-Oberschule Limbach-Oberfrohna
  •  Oberschule am Steegenwald Lugau
  •  Oberschule Neukirchen
  •   Heinrich-von-Trebra-Oberschule Marienberg
  •   Martin-Luther-Gymnasium Frankenberg
  •            Samuel-von-Pufendorf-Gymnasium Flöha

  •   Julius-Motteler-Gymnasium Crimmitschau
  •  Christoph-Graupner-Gymnasium Kirchberg
  •  Evangelische Oberschule Burkhardtsdorf